Vorab möchte ich deutlich machen, dass die folgenden Zeilen ausschließlich meine Sicht der Dinge
darstellen soll. Diese Ansichten umfassen nicht nur die aktuellsten, sondern auch vergangene Geschehnisse rund um den FC Bayern.
Ich finde es beschämend wie hier bestimmte Fangruppierungen mit einem Spieler des eigenen Vereins, unter Berücksichtigung dessen Vergangenheit umgehen.
Wie man weiß, sind diese Gruppierungen streng gegen Rassismus und machen dies so oft es ihnen möglich ist mit Aktionen wie “Ultras gegen Rassismus” deutlich.
Mir ist jedoch nicht bekannt ob diese “Fans” sich mit dem Begriff “Rassismus” auseinander gesetzt haben und ob sie das an Ihrem Glauben, diesen nicht zu praktizieren, festhalten lassen würde.
Denn was hier, seit der Bekanntgabe des Transfers, mit unserem neuen Torwart gemacht wird, hat nur zum Ziel ihn vom Verein und von der Mannschaft zu spalten.
Die symbolische Ausgrenzung eines einzelnen Spielers aus der Mannschaft bzw. das auspfeifen und “ausbuhen”, wie ihm zu verweigern mit der Mannschaft und den Fans zu feiern, zeigt meiner Meinung nach höchste Anzeichen von Rassismus und hat nichts mit „Fan sein“ oder
uneingeschränkter Liebe zum eigenen Verein zu tun.
Alltagsrassismus nennt sich diese Form der Ausgrenzung.
Ultra sein sollte nicht bedeuten gutes Benehmen und Menschlichkeit am Stadioneingang abzulegen. Ultragruppierungen sollten das Sprachrohr aller aktiven Fans eines Vereins sein, sie sollten den Verein lautstark repräsentieren und unterstützen.
„Ultra ist man nicht nur am Wochenende im Stadion“ habe ich mal gelesen. Doch anstatt sich abseits des Stadions Gedanken zu machen wie man sich positiv, mit mehr Stimmung und lauteren Gesängen vom Rest der Liga abheben könnte wird akribisch an Hasstriaden und Unmutsbekundungen, gegen den Verein und auch gegen Spieler gearbeitet.
Was sich in letzter Zeit bildet sind meiner Meinung Vereinsoppositionelle Gruppierungen welche bei jeder Gelegenheit Ihrem Unmut kund tun, zu welchem Thema (Manuel Neuer, mangelndes Stehplatzangebot, …) auch immer.
Dies dient weder der Mannschaft noch dem Verein, den diese Gruppierungen so zu lieben vorgeben. Im Gegenteil, die Mannschaft wird durch den mangelnden Zuspruch verunsichert, ja sogar, wie im Fall Manuel Neuer „ausgebuht“ und ausgegrenzt! Hierfür ist ein Fußballstadion, welches zum Zweck gebaut wurde möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu bieten ihren Club, ihren Verein zu unterstützen und nicht gegen Ihn zu arbeiten, nicht der der richtige Ort! Es schadet dem Verein und auch der Freude am Fußball. Und zu was fehlender Spass am Fußball führen kann hat man in der vergangenen Saison unter Louis van Gaal gesehen.
Grüße
Euer Hias
(Fan des FC Bayern seit der Kindheit)
Begriffserklärung „Alltagsrassismus“ (Quelle: Wikipedia):
“Alltagsrassismus ist ein Begriff der Rassismusforschung, der die soziale Praxis und die Denkschemata einer größeren sozialen Gruppe dann als rassistisch bewertet, wenn diese ein „Wir“ konstruiert und von dieser Position aus Feststellung von Andersartigkeit, von negativer oder positiver Wertung und Abweichung von „unserer“ Normalität gegenüber den „Anderen“ machtvoll äußert oder praktiziert, mit der Folge, dass die so Kategorisierten ausgeschlossen werden. “